Nach Ordnungswidrigkeit: Bußgeld, Fahrverbot, Punkte

Was Sie nach einer Ordnungswidrigkeit in einem Bußgeldverfahren erwarten kann: Zahlung eines Bußgeldes, Fahrverbot für 1 bis 3 Monate, Punkte im Fahreignungsregister Flensburg, Führung eines Fahrtenbuches.

Fahrverbot

Hinweis

Sofern innerhalb der letzten 2 Jahre vor der Ordnungswidrigkeit nicht schon ein Fahrverbot verhängt wurde, kann man selbst bestimmen, wann das Fahrverbot beginnen soll. Einzige Bedingung: Das Fahrverbot hat innerhalb von 4 Monaten ab Rechtskraft der Entscheidung zu beginnen.

Bei schwer wiegenden Ordnungswidrigkeiten kann die Bußgeldbehörde (oder wenn der Betroffene Einspruch gegen den Bußgeldbescheid einlegt: das Amtsgericht) ein Fahrverbot für 1 bis 3 Monate anordnen. Schwerwiegende Ordnungswidrigkeiten sind solche, die der "Betroffene unter grober oder beharrlicher Verletzung der Pflichten eines Kraftfahrzeugführers begangen hat."

Hierzu gehören z.B. folgende Verstöße:

Hierzu können auch andere Verstöße gehören, wenn sie wiederholt begangen wurden, so z. B. bei einer wiederholten Geschwindigkeitsüberschreitung um 26 km/h oder mehr (inner- oder außerorts) innerhalb eines Jahres.

Mehr Informationen finden Sie unter Fahrverbot in www.unfall-und-was-nun.de.

Punkte im Fahreignungsregister

Sobald eine Ordnungswidrigkeit eine "bestimmte Qualität" erreicht hat und sobald der erlassene Bußgeldbescheid (oder ein Urteil) rechtskräftig geworden ist, werden im Fahreignungsregister (ehemals: Verkehrszentralregister) in Flensburg sogenannte Punkte eingetragen. Bei welchem Vergehen wie viele Punkte eingetragen werden, ist dem Bußgeldkatalog zu entnehmen. Sobald 8 Punkte erreicht werden, wird die Fahrerlaubnis entzogen! Im Fahreignungsregister werden nicht nur Punkte eingetragen, sondern sämtliche Ordnungswidrigkeiten, die mit einem Bußgeld von 60 € und mehr und/oder einem Fahrverbot geahndet wurden.

Im Fahreignungsregister werden 1 bis 3 Punkt(e) eingetragen:

Mehr Informationen finden Sie unter Punkte, Fahreignungsregister in www.unfall-und-was-nun.de.

Führung eines Fahrtenbuches

Wenn bei einer Ordnungswidrigkeit der befragte Fahrzeughalter nicht weiß, wer das Fahrzeug zum Tatzeitpunkt gefahren hat, muss ein Bußgeldverfahren in der Regel eingestellt werden. Es kann dann aber gegenüber dem Halter des Fahrzeugs die Auflage erteilen werden, ein Fahrtenbuch zu führen.

Mehr Informationen finden Sie unter Fahrtenbuch in www.unfall-und-was-nun.de.

Bußgeldkatalog

Einen Auszug aus dem aktuellen Bußgeldkatalog und Punktekatalog finden Sie hier und einen Online-Bußgeldrechner unter www.verkehrsportal.de/bussgeldrechner/...

 

 Populäre Irrtümer

Wenn es rechts keinen Radweg gibt, dann dürfen Radfahrer den linken benutzen. – Falsch!

Geisterfahrer sind extrem gefährdet und riskieren 15 Euro Bußgeld. Wie für alle anderen Verkehrsteilnehmer gilt für Radfahrer das Rechtsfahrgebot. Ausnahme: Radwege, die in beide Richtungen befahrbar sind. Ansonsten ist rechts auf der Fahrbahn zu fahren, wenn es dort keinen Radweg gibt.

Mehr dieser weit verbreiteten Irrtümer in www.rechtsanwalt-verkehrsrecht-berlin.de