Kosten und Gebühren eines Rechtsstreits

Jeder Rechtsstreit verursacht Kosten. Zwar hat der Gegner eines Rechtsstreits (z.B. der Schuldner einer Geldforderung) diese Kosten in der Regel zu ersetzen, dennoch verbleibt immer ein Restrisiko, die angefallenen Kosten nicht ersetzt zu bekommen (z.B., wenn der Gegner zahlungsunfähig wird). Daher sollte man sich immer genau überlegen, ob man gewillt ist, dieses Kostenrisiko einzugehen. Eine solche Überlegung ist oftmals jedoch nicht leicht, denn die Risiken und Chancen sind von einem Rechtsunkundigen nur schwer zu durchschauen.

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Anwaltliche Beratung und was sie kostet

Oftmals genügt schon eine einfache Beratung durch einen Rechtsanwalt, um sich über die Chancen und Risiken und auch über die Kosten in einem Rechtsstreit oder in einem Bußgeld- oder Strafverfahren umfassend zu informieren. Gerade eine solche Beratung empfinden Ratsuchende erfahrungsgemäß jedoch häufig als größte Hürde. Aus Angst vor scheinbar unkalkulierbaren Kosten nehmen sie lieber einen Rechtsnachteil in Kauf als auf den professionellen Rat eines Rechtsanwalts zu vertrauen.

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Kosten in Zivil- und Verwaltungsrechtssachen

In Zivil- oder Verwaltungsrechtssachen sind die Kosten zunächst abhängig von dem Weg, der zur Durchsetzung einer Forderung bestritten wird. Welcher Weg dabei der richtige ist, ist eine Frage des Einzelfalls. In der Regel lässt sich eine Forderung schon durch eine außergerichtliche Vertretung eintreiben. Wenn zu erwarten ist, dass der Schuldner die Forderung sowieso nicht bestreiten wird, kann auch das gerichtliche Mahnverfahren ein geeigneter Weg sein.

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Anwaltsgebühren bei Straf- und Bußgeldsachen

In Straf- und Bußgeldsachen ist die Höhe der anwaltlichen Vergütung davon abhängig, wie aufwändig und schwierig die Tätigkeit des Rechtsanwalts und wie bedeutsam die Angelegenheit für den Betroffenen ist (z. B. wie hoch das drohende Bußgeld oder die zu erwartende Geldstrafe sind oder ob die Entziehung der Fahrerlaubnis oder eine Haftstrafe drohen). Außerdem sind die Einkommens- und Vermögensverhältnisse des Mandanten und die Qualifikation des Rechtsanwalts zu berücksichtigen.

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Anspruch auf Beratungshilfe vom Staat

Die Beratungshilfe kann vom Staat gewährt werden, wenn die für eine anwaltliche Beratung und eine außergerichtliche Vertretung anfallenden Rechtsanwaltsgebühren nicht aufgebracht werden können. Durch die Beratungshilfe soll es Menschen mit geringem Einkommen ermöglicht werden, sich beraten und außergerichtlich vertreten zu lassen. Die Beratungshilfe ist Hilfe für die Wahrnehmung von Rechten außerhalb eines gerichtlichen Verfahrens.

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Anspruch auf Prozesskostenhilfe vom Staat

Ein Rechtsstreit vor einem Gericht kostet Geld. Will jemand Klage erheben, muss er für das Verfahren in der Regel Gerichtskosten zahlen. Lässt man sich zudem noch von einem Rechtsanwalt vertreten, so fallen auch Rechtsanwaltsgebühren an. Auch für denjenigen, der sich gegen eine Klage wehren will, können Kosten entstehen. Die Prozesskostenhilfe (eine Form staatlichen Zuschusses) will denjenigen, die diese Kosten nicht aufbringen können, die Prozessführung ermöglichen.

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