Berliner Dom

Alkohol, Drogen, Fahrerlaubnisentzug

Alkohol oder Drogen (Cannabis, Heroin, Morphin, Kokain, Ecstacy) im Blut sind häufig die Ursache von Verkehrsunfällen und können zu einem Strafverfahren und in der Folge auch zum Fahrerlaubnisentzug führen.

Entziehung der Fahrerlaubnis, Sperrzeit

Der Nachweis von Alkohol oder Drogen im Blut eines an einem Verkehrsunfall Beteiligten kann daher mehrere unangenehme Folgen für diesen haben. Dabei ist die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft nur eine dieser Folgen. Denn meistens wird – sobald Alkohol oder andere Drogen im Körper eines Unfallbeteiligten nachgewiesen werden – davon ausgegangen, dass der Unfallbeteiligte den Unfall „deshalb“ verursacht hat.

Eine weitere Folge ist oft die Entziehung der Fahrerlaubnis und die Anordnung einer Sperrzeit für die Wiedererteilung einer Fahrerlaubnis.

Aber auch ohne einen Verkehrsunfall können Sie es schnell mit dem Staatsanwalt zu tun bekommen. Etwa dann, wenn Sie mit mehr als 1,1 ‰ Alkohol im Blut gefahren sind. Die in diesem Zusammenhang wichtigsten gesetzlichen Regelungen finden sich in den §§ 315c und 316 StGB (Strafgesetzbuch) und in § 21 StVG (Straßenverkehrsgesetz). Der Bußgeldkatalog enthält dazu Folgendes:

Aus dem Bußgeldkatalog

Bei einer Blutalkoholkonzentration (BAK) ab 0,5‰ bis unter 1,1‰ muss man mit Bußgeld (500 – 1500 €), Fahrverbot (1-3 Monate) und 2 Punkten rechnen, wenn ansonsten keine Anzeichen für eine Fahruntüchtigkeit vorliegen. Bei einer BAK ab 1,1‰ wird in jedem Fall ein Strafverfahren eingeleitet und es drohen die Entziehung der Fahrerlaubnis und eine Freiheits- oder Geldstrafe. Für Fahrradfahrer gilt statt der 1,1‰-Grenze die 1,6‰-Grenze.

Die Einnahme von Drogen (unabhängig von der Menge!) hat ein Bußgeld bis zu 1500 € und ein Fahrverbot bis zu 3 Monaten zur Folge. Im Zusammenhang mit einer Straßenverkehrsgefährdung ist mit der Entziehung der Fahrerlaubnis und einer Freiheits- oder Geldstrafe zu rechnen.

Schuldunfähigkeit, Vollrausch

Wegen rechtswidriger Taten, bei denen der Täter zur Tatzeit so unter dem Einfluss von Alkohol und anderen berauschenden Mitteln stand, dass er als schuldunfähig anzusehen ist (Vollrausch), kann keine Verurteilung ergehen. In diesen Fällen wird der Täter mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Die Frage, ob Vollrausch vorgelegen hat, wird regelmäßig ab einer Blutalkoholkonzentration von 2,5 ‰ geprüft.


Hinweis: Detaillierte Informationen zum Thema Alkohol und Drogen in Zusammenhang mit einem Verkehrsunfall finden Sie unter www.unfall-und-was-nun.de.