Berliner Dom

Unfallflucht, Fahrerlaubnisentzug, MPU

Nach einem Verkehrsunfall führt Unfallflucht (bzw. Fahrerflucht) häufig zu einem Strafverfahren und in der Folge zu einem Fahrerlaubnisentzug, einer Geldstrafe und einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU).

Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort

Unfallflucht gilt weitläufig als Kavaliersdelikt. Doch ist diese Sichtweise extrem gefährlich; denn Unfallflucht wird hart bestraft. Es drohen nicht nur empfindliche Geldstrafen, sondern auch immer der Entzug der Fahrerlaubnis (wenigstens 6 Monate) und der Verlust des Haftpflicht-Versicherungsschutzes.

Die Unfallflucht heißt juristisch korrekt „unerlaubtes Entfernen vom Unfallort“ und gilt für alle Verkehrsteilnehmer, also auch für Fahrradfahrer, Fußgänger usw.. Gesetzlich geregelt ist sie in § 142 StGB.

Entziehung der Fahrerlaubnis

Wer wegen einer Verkehrsstraftat verurteilt wird, dem wird zugleich mit dem Urteil auch die Fahrerlaubnis entzogen. Zugleich ordnet das Gericht eine zeitliche Sperre an, innerhalb der eine neue Fahrerlaubnis nicht erteilt werden darf. Die Entziehung der Fahrerlaubnis ist nicht dasselbe wie ein Fahrverbot. Beides sind völlig unterschiedliche Dinge.

Medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU)

Jemandem, der sich um die Neuerteilung einer Fahrerlaubnis nach vorherigem Entzug bewirbt, oder jemandem, der noch in Besitz einer Fahrerlaubnis ist, kann die Fahrerlaubnisbehörde unter bestimmten Umständen auferlegen, sich einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU, „Idiotentest“) zu unterziehen.


Hinweis: Detaillierte Informationen zur Unfallflucht und ihren möglichen Folgen finden Sie unter www.unfall-und-was-nun.de.