Berliner Dom

Verkehrsunfall mit Körperverletzung oder Tötung

Fahrlässige Körperverletzung oder fahrlässige Tötung in Zusammenhang mit einem Verkehrsunfall ziehen ein Strafverfahren nach sich und können zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe führen.

Fahrlässige Körperverletzung / Tötung

In Zusammenhang mit Verkehrsunfällen spielen leider auch „fahrlässige Körperverletzung“ und „fahrlässige Tötung“ eine große Rolle. Wer durch Fahrlässigkeit die Körperverletzung einer anderen Person verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft (§ 229 StGB).

Wer durch Fahrlässigkeit den Tod eines Menschen verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft (§ 222 StGB). Bei einer Verurteilung werden außerdem 3 Punkte im Fahreignungsregister eingetragen.

Welche konkrete Strafe im Einzelfall zu erwarten ist, hängt von den Umständen des einzelnen Falls ab. Ein Ersttäter kann in der Regel noch mit einer Bewährungsstrafe rechnen (weniger als 2 Jahre Freiheitsentzug), sofern weder Alkohol noch andere Drogen im Spiel waren.

Nachweis von Alkohol oder Drogen

Wurden jedoch Drogen oder Alkohol nachgewiesen, so wird im Falle der fahrlässigen Tötung regelmäßig eine Freiheitsstrafe ohne Bewährung verhängt. Bei einer Verurteilung werden außerdem 3 Punkte im Fahreignungsregister eingetragen. Siehe auch Alkohol, Drogen.


Hinweis: Ein Beschuldigter, dem fahrlässige Körperverletzung oder gar Tötung vorgeworfen wird, sollte sich auf jeden Fall von einem Rechtsanwalt vertreten lassen! Aber auch Opfer oder deren Angehörige sollten sich zur Durchsetzung ihrer Schadensersatzansprüche gegen den Täter eines Anwalts zu bedienen. Bei Verdienstausfall oder Schmerzensgeld können schnell ein paar Tausend Euro verschenkt werden.


Weitere Informationen zum Thema Körperverletzung und Tötung in Zusammenhang mit einem Verkehrsunfall finden Sie unter www.unfall-und-was-nun.de.