Berlin Hauptbahnhof

Schmerzensgeld bei Körperverletzungen

Leider fallen Schmerzensgeld-Beträge in Deutschland bei weitem nicht so üppig aus wie z. B. in den USA. Dennoch gestehen die Gerichte auch bei uns mit der Zeit immer höhere Schmerzensgelder bei Körperverletzungen zu.

Höhe des Schmerzensgeldes

Wie viel? Für welche Art von Körperverletzung (z. B. infolge eines Verkehrsunfalls) kann man vom Schädiger welches Schmerzensgeld verlangen? Das ist nicht leicht zu beantworten. Es gibt keine pauschale und eindeutige Aussage, die da heißt: „Für die und die Verletzung bekommt man so und so viel Schmerzensgeld.“

Unfall mit StraßendienstSchon gar nicht gibt es ein Gesetz oder eine Verordnung, in der man nachschlagen kann, wenn man wissen will, was man verlangen kann. Denn die Variationen von Verletzungen sind so vielfältig, dass definitive Aussagen zur individuellen Schmerzensgeldhöhe unmöglich sind. Dennoch liefern die vielen Gerichtsentscheidungen, die mittlerweile in diesem Bereich gefällt worden sind, eine sehr gute Orientierung.

Beispiel für eine Schmerzensgeldzahlung

In einem durch Rechtsanwalt Säverin erstrittenen Urteil (vom 19. Juli 2011) hat das LG Berlin einer Klägerin ein Schmerzensgeld von 7.000,00 € zugesprochen, die sich als Führerin eines Mofas bei einem unverschuldeten Unfall Prellungen der linken Hüfte sowie beider Knie und Unterschenkel zugezogen hatte und deshalb etwa 6 Monate unter Schmerzen und Beeinträchtigungen gelitten hatte. Ausschlaggebend für dieses relativ hohe Schmerzensgeld war der Umstand, dass der gegnerische Versicherer selbst 6 Jahre nach dem Unfall noch keine Schmerzensgeldzahlung erbracht hatte. Mehr dazu in: www.rechtsanwalt-verkehrsrecht-berlin.de.

Mehr als nur Schmerzensgeld

Wenn jemand bei einem Unfall verletzt wurde, könnte möglicherweise mehr als nur Schmerzensgeld gefordert werden, Stichwort „Haushaltsführungsschaden“. Beim Haushaltsführungsschaden handelt es sich um den Schaden, den man hat, weil man wegen der beim Unfall erlittenen Verletzungen weniger oder gar nicht mehr in seinem Haushalt arbeiten kann. Dann nämlich kann man sich auf Kosten des Unfallgegners eine Haushaltshilfe kommen lassen oder, wenn man dies nicht möchte, sich einfach das Geld auszahlen lassen, das man für eine Haushaltshilfe bezahlt hätte.